Veteranen- und Kriegerverein Laim 1890/2010 e.V.
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Laimer Historie

Vereinschronik

Kriegerverein Laim macht sich für Denkmalpflege stark, BA bezuschusst Restaurieung der Gedenktafeln an St. Ulrich

Auch wenn sich "Veteranen- und Kriegerverein Laim 1890/2010 e.V." einigermaßen martialisch anhört, der Laimer Verein hat sich das Gedenken an die Opfer beider Weltkriege auf die Fahnen geschrieben. Damit unterscheiden sich die Laimer vom 1890 gegründeten Vorgängerverein, der wie viele andere Veteranen- und Kameradschaftsbünde ins Leben gerufen wurde, um dem Deutsch-Französischen Krieg 1871 und der Gründung des Deutschen Reiches zu gedenken.

Kriegerverein Laim macht sich für Denkmalpflege stark, BA bezuschusst Restaurieung der Gedenktafeln an St. UlrichSeit seiner Neugründung 2010 hat sich der Veteranen- und Kriegerverein Laim mit Kritik, teilweise Anfeindungen auseinandersetzen müssen. Kritiker und Bedenkenträger argwöhnten, dass sich der Laimer Verein einem militärischen Revanchismus widmen und zur Brutstätte rechtsextremen Gedankenguts werden könnte.

Das dem nicht so ist, haben die Vereinsmitglieder hinlänglich unter Beweis gestellt. "Wir wollen Kriegstoten und Vermissten beider Weltkriege gedenken, die Lebenden mahnen und fühlen uns dem Frieden verpflichtet." so Gerhard Krämer, Vorsitzender und einer der Initiatoren des Vereins. "Auf keinen Fall wollen wir in eine rechte Ecke gestellt werden, wir wollen ausdrücklich keine 'Braunen' und 'ewig Gestrigen' in unseren Reihen haben."

So ist es maßgeblich auf die Initiative des Kriegervereins zurückzuführen, dass die Stadt München die jetzige "Paul-Lagarde-Straße" in Laim umbenennen will - Lagarde war ein scharfer Antisemit und gilt als einer der gedanklichen Wegbereiter des Nationalsozialismus.

Nun möchten die Mitglieder des Kriegervereins die Gedenktafeln an der St. Ulrichs Kirche restaurieren lassen, die zum einen an die Gefallenen des Weltkriegs und zum anderen an die verstorbene Mitglieder des alten Laimer Kriegervereins erinnern. 1975 Euro wird der Bezirksausschuss aus seinen Mitteln bereitstellen, damit das Projekt umgesetzt werden kann. Nach der Auffassung vieler Laimer ein wertvoller Beitrag zur Bewahrung der spärlichen Stadtteilhistorie.

Dennoch hat der Antrag auf Bezuschussung auch wieder Kritiker auf den Plan gerufen, insbesondere die Grünen im BA wollten keine "Heldenverehrung" sondern "Aufklärung". Und übersahen dabei, dass es bei den Plänen des Kriegervereins schlichtweg um Denkmalschutz geht, die Gedenktafeln sind in einem schlechten Zustand. Eine der Tafeln wurde vom damaligen Veteranen- und Kriegerverein gestiftet, "dass an dieser Stelle ausschließlich die Verstorbenen des Vereins genannt werden, liegt in der Natur der Sache" so Gerhard Krämer, "gleichwohl sind die Tafeln Denkmäler von historischer Dimension und müssen erhalten werden."

In ganz Deutschland erinnern Gedenktafeln an die verheerenden Kriege des letzten und vorletzten Jahrhunderts. Die auf den Tafeln Genannten waren Menschen. In den meisten Fällen Arbeiter, Handwerker, kleine Angestellte, die ins Feld geschickt wurden, um "das Vaterland zu verteidigen". Und die dafür mit ihrem Leben bezahlt haben. Es wäre wünschenswert, dass ohne ideologische Bedenken und Vorbedingungen die Restaurierung derartiger Gedenkstätten in Angriff genommen wird, bevor der Zahn der Zeit, deutsches Wetter und Umwelteinflüsse ihr zerstörerisches Werk vollenden. Das muss uns die Geschichte wert sein.

Quelle: LAIM-online, Foto: M. Schmidt

Eingetragen am 10.11.2014

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